Stand: 20.04.2012

Stilllegungsstrategien in Deutschland

Auf den Betrieb folgt die Nachbetriebsphase wonach sich die Stilllegungsstrategie entscheidet: entweder der direkte Abbau oder der sichere Einschluss mit späterem Abbau

In Deutschland werden zwei Stilllegungsstrategien verfolgt:

Blick von oben in eine Halle, in der ein Druckhalter an einem Krankhaken hängt Direkter Abbau: Bei dieser Stilllegungsstrategie wird eine kerntechnische Anlage unmittelbar nach der endgültigen Abschaltung beseitigt. Erfahrungsgemäß dauern die Arbeiten zur Stilllegung eines Kernkraftwerks mindestens ein Jahrzehnt.

Luftaufnahme der Anlage mit grafischem Umriss des Einschlusses Sicherer Einschluss: Bei dieser Stilllegungsstrategie wird eine kerntechnische Anlage erst nach einer Periode des sicheren Einschlusses abgebaut. In diesem Zustand verbleibt die Anlage für eine bestimmte Zeit (z. B. 30 Jahre), um anschließend abgebaut zu werden. In Deutschland wurde der sichere Einschluss als Stilllegungsstrategie bisher selten angewandt.

Die Entscheidung, welche Stilllegungsstrategie realisiert werden soll, trifft der Anlagenbetreiber im Rahmen seiner unternehmerischen Verantwortung. Allerdings gibt die Bundesregierung dem direkten Abbau den Vorzug, um zukünftige Generationen nicht unnötig zu belasten.